Bist Du bereit?

Bist Du bereit?

 

Jemanden bei der Herkunftssuche an Deiner Seite zu wissen ist ein Segen, aber es ist kein einfacher Prozess. Es kann eine Menge passieren, und Du brauchst viel Geduld.

 

Verschiedene Gefühle können auftauchen, wie zum Beispiel:

Stress

Ängste

Nervosität

Ungeduld

Unsicherheit

Einsamkeit und Isolation

Verzweiflung

Wut

Frustration

das Verlangen nach Antworten

Depression

das Gefühl zwischen den Welten zu leben

Hilflosigkeit

Trauer ohne traurig sein / weinen zu können

Unvermögen abschließen zu können

sich durch andere missverstanden fühlen

Intrusion (Trauma)

Verwirrung

Essstörungen

Schlafstörungen

Konzentrationsprobleme

das Gefühl isoliert zu sein

 

Das alles hat Auswirkungen auf Dein physisches, psychisches und soziales Dasein. Wie gehst Du am besten damit um?

 

Unser Ratschlag:

 

  • versuche regelmäßig zu essen und sei nett zu Dir selbst. Iss das, was Du magst und was Dir gut tut
  • versuche genug zu schlafen
  • Versuche ein Entspannungs-Ritual zu finden
  • vermeide Suchtmittel
  • erlaube Dir Ruhe
  • sage Dir selbst, dass Du nicht mehr tun kannst, als Du bereits tust
  • behalte das Ziel im Blick und vertrau auf Arun, Anjali und den Prozess
  • hoffe, aber erwarte nicht
  • Bewegung und Sport kann dabei helfen, den Humor nicht zu verlieren
  • fühl Dich wohl in Deiner eigenen Haut

 

Nimm Deine Gefühle an und frag nach Hilfe, z. B. ein Gespräch mit jemandem, dem Du vertraust (einem anderen #cribmate, Freunden, Familie oder einem Therapeuten)

 

  • bitte um Freiraum, wenn Du ihn brauchst
  • schreib Deine Gedanken und Gefühle auf, wenn Du nicht so der Gesprächstyp bist
  • erlaube Dir auch Pausen von der Suche zu machen. Pausen helfen Dir, die Dinge auf lange Sicht zu verabeiten.

 

Jeden Tag und jede Stunde darüber nachzudenken hilft nicht.

Sei nett zu Dir selbst.

Versuch, Dich daran zu erinnern, was Dir als Kind geholfen hat zu entspannen.

 

Lebe in der Gegenwart und versuche, Routinen zu entwickeln: schreib Tagebuch, ein Instagram-Account oder ein Fotoalbum, in dem Du Dinge sammelst, über die Du Dich am Tag gefreut hast. Es kann helfen, fokussiert zu bleiben und die kleinen Freuden des Lebens wahrzunehmen.

 

Wenn Du berufstätig bist, versuche Deine Arbeit bestmöglich zu machen. Das bringt eine gewisse Befriedigung.

Alkohol oder Drogen helfen Dir nicht dabei, mit Deinen Gefühlen klarzukommen.

 

Und zum Schluss: Wenn Du von Deinen Gefühlen überwältigt wirst und Du nicht alleine damit fertig wirst, frag jemanden, dem Du vertraust, ob er/sie Dich bei der Kommunikation bzgl. der Suche für eine Zeitlang unterstützt. Das kann Dir helfen, wieder Luft zu holen.

So habe ich es auch bei meiner eigenen Suche gemacht: Mein Partner hat die Kommunikation (Emails etc.) übernommen und hat mir jeden Freitag Abend ein Update gegeben.

Auf diese Weise konnte ich jeden Tag arbeiten gehen und nur Freitags hab ich gefragt: „Gibt’s was Neues?“ Und wenn es Neuigkeiten gab, hatte ich immer noch das ganze Wochenende, um sie zu verarbeiten.

 

Dadurch konnte ich vermeiden, dass die Suche meinen Alltag kontrolliert, und Nachrichten diesbezüglich haben mich zu einem „passenden Zeitpunkt“ erreicht – Freitags abends in meiner eigenen kleinen Wohnung.

 

Dann noch etwas: Wenn Dich jemand unterstützt, kann Dir das dabei helfen, Deine Grenzen besser zu wahren.

Ein Dritter kann den nötigen Abstand einhalten, während Du viel zu tief drinsteckst und dadurch den Überblick verlierst.

 

Aber wähle Deine Vertrauensperson sehr sorgsam.

 

 

Vielen Dank an Anusja für diese wertvollen Einsichten.

 

 

Mir hilft es, ACT/ARC bei der Arbeit zu unterstützen, indem ich diese Seiten übersetze (Anmerk. der Übersetzerin)